50% Abbrechquote in Physik
Heute konnten wir uns an der Uni Bremen über diverse Studienkurse informieren, Schule fand also nicht statt. Eine Stunde später als sonst stand ich also auf, fuhr zu einem Freund und dann mit ihm und Auto zur Uni. Dort angekommen betraten wir das Physik Gebäude, in dem ganz oben ein großer Pendel hang und sich bewegte. Wie wir einer Tafel entnehmen konnten, ist es eine Art Uhr und wird durch die Erddrehung beeinflusst, sehr interessant.
Auch die Physik Vorlesung selber war sehr faszinierend, ich denke meinen Plan Theoretische Physik zu studieren werde ich weiter verfolgen und umsetzen. Doch hat mir eine Sache zu bedenken gegeben, laut dem Professor brechen um die 50% das Physik Studium ab. Der Grund ist wohl der hohe Arbeitsaufwand und der große Anteil an hoher Mathematik. Aber bei einer durchschnittlichen Studienabbruchquote von 23% im Erststudium (2002), sind 50% in Physik schon etwas bedenklich…
Doch ich denke ich werde in einem Jahr bei meiner Entscheidung für das Physikstudium bleiben und mich dann auf Theoretische Physik spezialisieren. Das ist zwar auch sehr schwer, aber dafür äußerst interessant und hat auch einen philosophischen Charakter. Ein weiterer Vorteil für Physiker: Die Arbeitslosenquote ist bei 2%. Das bedeutet praktisch Vollbeschäftigung, denn die 2% setzen sich aus denjenigen zusammen, die gerade einen Job wechseln, ein Auslandsjahr oder ähnliches machen.
Danach haben wir uns noch kurz angeguckt wie ein Ingenieursstudium wäre, doch ich denke das ist nichts für mich, bin eher weniger praktisch veranlagt. Nach einem Sub das Tages ging es dann auch schon nach Hause, wurde gefahren, aus 1,5h Zug- und Bus fahrt wurden also 30min Autofahrt.


Juli 4th, 2008 at 14:15
als Physikstudent im 4. semester kann ich dir nur empfehlen dir das genau zu überlegen…. ^^
die 50% abbrecherquote sind durchaus realistisch, vor allem im 1. semester hats die bei uns fast rausgehauen - fast alle in analysis (inkl. mich beinahe), danach ist das studium eigentlich schaffbar.
aber wieso spezialisieren (auch wenn ich gar nicht weiß wie/ob das geht, außer seine bachlor/master/diplom/doktor arbeit in theophysik zu schreiben) Theophysik?
weißt du was da auf dich zukommt? theophysik ist so ziemlich das langweiligste und unverständlichste im ganzen studium ^^
selbst analysis (”mathe”) ist da verständlicher.
aber ansonsten hast du recht, als physiker hat man keine probleme nen job zu finden - im gegensatz zu bwl und co. ;)))
übrigens die probevorlesungen sehen manchmal gar nicht so schwer aus, aber du hättest dich mal in mathe setzen müssen…
aber ich wünsch dir viel glück und erfolg im physikstudium. mir gings vor 2 jahren nicht anders. genau solch ein besuch in unserer uni (leipzig), ich dachte mir, “he das ist ja gar nicht mal so schwer” … und von der quote der beschäftigten war ich auch begeistert….
soweit