See me, feel me, touch me, heal me
Vor einigen Monaten hab ich die Rockoper Tommy, komponiert von The Who, in Bremerhaven gesehen. Es war die Musical Aufführung mit talentierten Schauspielern, Sängern und Tänzern. Auch die Technik, die teilweise genutzt wurde, sieht man nicht immer. Ich hab nichts an der dortigen Interpretation des Musicals auszusetzen, außer die Deutsche Sprache. Das Englische original find ich besser, doch sind die Besucherzahlen erst seit der übersetzen Fassung gut in Bremerhaven. Dennoch, kann ich sie jedem empfehlen.
Tommy handelt von einem Jungen namens Thommy Walker, der nach einem traumatischen Ereignis in seiner Kindheit stumm, taub und blind wird. 1921 kam sein Vater vom Krieg nach Hause und erschoss den Verlobten seiner Mutter, seitdem lebt er allein und isoliert in seiner eigenen Welt. Da er mit niemandem kommuniziert, nutzen sein Onkel und Bruder ihn schamlos aus und misshandeln ihn mehrmals. Diverse Heilversuche schlagen ohne Wirkung fehl.
Schließlich kommt Tommy an einen Flipperautomaten, er ist in dem Spiel unschlagbar, wird Weltmeister und berühmt. Er heilt sich, als er ein Spiegel mit seinem Spiegelbild zerstört, beginnt wieder zu sprechen und aktiv die Welt wahrzunehmen. Durch diese Wunderheilung wird er zu einer Art Messias und viele Anhänger folgen ihm. Er möchte eine Botschaft in die Welt setzen, doch die Kommunalisierung, unter anderem von seinem Onkel, findet er alles andere als gut. Als er seine Meinung äußert, wird er von seinen Anhängern fallen gelassen.
Das Musical gewann mehrere Awards und war, nach ersten Rückschlägen, sehr Erfolgreich. Jeder der nach Bremerhaven kommt sollte es sich unbedingt ansehen und/oder das Album „Tommy“ von The Who kaufen. Die Botschaft der Rockoper ist besonders heute wieder aktuell.
Ich hab kürzlich eine sehr gute Version, nicht vom Musical aber eine aufführung von The Who und weiteren, auf YouTube gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

